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Zoeken

🎣 Zanderangeln – Boot und Ufer: Das richtige Gerät entscheidet

  • Thom Prüst
  • 24 dec 2025
  • 2 minuten om te lezen

Bijgewerkt op: 19 jan

Viele Angler, besonders aus Deutschland, kommen mit völlig ungeeignetem Gerät zum Zanderangeln. Daraus entstehen Mythen wie: „Zander sind nur schwer zu fangen“, „man braucht Köderfisch“ oder „nur abends mit Plug am Ufer“.

Doch wenn ein Zander dort beißt, tut er es auch tagsüber – mit Shads, weiter draußen. Das Problem liegt nicht beim Fisch, sondern beim Gerät.


Vom Boot aus: präzises Jiggen braucht die richtige Rute

Meine Erfahrung zeigt: Die meisten Gäste bringen Ruten mit 50–90 g Wurfgewicht, parabolischer Aktion und Längen von 2,30–2,50 m. Für das Boot ist das zu schwer, zu schwammig und zu unhandlich.


An Bord fischen meine Gäste mit der St. Croix Legend Tournament Walleye

• Länge: 2,13 m

• Wurfgewicht: offiziell bis 21 g, praktisch bis 30 g problemlos

• Power: Medium

• Action: Fast


Diese Ruten bieten:

• genug Länge und Rückgrat, um Shads zu steuern und Haken auch auf Distanz zu setzen,

• eine schnelle Spitze, die Boden, Strömung und Biss klar überträgt,

• Reserven, sodass auch schwerere Köpfe sicher gefischt werden können.


Warum St. Croix?

Ja, diese Ruten kosten mehr. Aber spürt man den Unterschied? 100 %.Man fühlt mehr, man kontrolliert den Köder besser, man registriert mehr Bisse – und man fängt schlicht mehr Fisch. Die Kombination aus Sensibilität, Rückgrat und Reserven macht den Unterschied zwischen „nichts gespürt“ und „jeden Kontakt erkannt“.


Gäste mit mega Zander

Vom Ufer aus: Länge ist Pflicht

Auch beim Uferangeln gilt: Gerät ist der Schlüssel. Hier braucht man jedoch mehr Länge, um über Steine und Hindernisse hinweg zu fischen.

Anforderungen an eine gute Ufer‑Rute

• Länge: 2,75–3,00 m

• Wurfgewicht: bis max. 30 g

• Action: echte Fast Action, sensible Spitze

Nur so lässt sich der Shad kontrolliert in der Strömung präsentieren, ohne ständig vor den Füßen in den Steinen hängen zu bleiben.


Rollen und Schnüre

• Boot: 2500er Rolle reicht.

• Ufer: 3000er möglich, aber Gewicht beachten – man fischt ständig „über Kopf“.


Schnur & Vorfach

• Hauptschnur: 0,10 mm geflochtene PE – dünn und glatt, damit die Strömung wenig Angriffsfläche hat.

• Vorfach: 0,30–0,35 mm Fluorocarbon, direkt geknotet.

• Wichtig: Keine Wirbel! Sie verfälschen das Gefühl für den Grund und führen zu Hängern.


Jigköpfe & Shads

• Gewichte: 10–30 g, je nach Strömung, Tiefe und Wind.

• Shads: 10–12 cm, mit oder ohne Schaufelschwanz.

• Schaufelschwanz → leichter über Grund halten.

• V‑Tail/Pintail → schneller zum Grund bei starker Strömung.


Technische Details zur Positionierung und Angelmethode findest du hier: Angelmethoden in Holland – Boot, Ufer & Positionierung


Der Schlüssel: Gefühl für den Köder

Zanderangeln heißt Kontrolle. Man muss wissen:

• wann der Köder den Grund berührt,

• wann er angehoben wird,

• wie er knapp über dem Boden in der Strömung steht,

• und wann der Biss kommt.


Die harten Attacken erkennt jeder. Doch 90 % der Bisse sind minimal – viele Angler halten sie für Gras, Muscheln oder Steine. Mit dem richtigen Gerät spürt man sie und setzt den Haken.


Fazit

Ob Boot oder Ufer: Das richtige Gerät ist entscheidend.

Zu schwere, zu parabolische Ruten machen effektives Jiggen unmöglich. Mit schnellen, sensiblen Ruten, passender Rolle und dünner Schnur wird Zanderangeln kalkulierbar – und erfolgreich.


Wenn du den Unterschied selbst erleben willst: Buche eine Tour auf dem Hollands Diep mit mir und spüre, wie viel mehr eine St. Croix wirklich bringt.

 
 
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